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Duft bei einer Hausbesichtigung: eine sorgfältige Vorbereitung

Duft bei einer Hausbesichtigung: eine sorgfältige Vorbereitung

Ein Zuhause sollte zur Besichtigung bereit sein, nicht so parfümiert, dass es etwas anderes zu sein scheint.

Eine Besichtigung ist ein praktischer Termin. Interessenten achten auf Licht, Pflegezustand, Raumaufteilung und den allgemeinen Zustand einer Immobilie. Auch Gerüche werden wahrgenommen. Deshalb braucht dieses Thema einen sorgfältigen Umgang.

Die hilfreiche Frage lautet nicht: „Welcher Duft verkauft ein Haus?“ Für dieses Versprechen gibt es keine verlässliche Grundlage. Die bessere Frage lautet: „Ist die Immobilie sauber, ehrlich und angenehm zu besichtigen?“ Diese Reihenfolge steht hier an erster Stelle.

Beginnen Sie bei der Ursache eines unerwünschten Geruchs

Verwenden Sie keinen Duft, um einen muffigen Geruch, Rauch, Tiergeruch, Abfallgeruch oder anhaltende Kochgerüche zu überdecken. Suchen Sie zuerst nach der Ursache. Reinigen Sie Textilien und Abfalleimer. Prüfen Sie Abflüsse und Geräte. Lüften Sie, wenn es praktisch möglich ist. Gibt es Hinweise auf Feuchtigkeit, Schimmel, ein Leck oder ein anderes bauliches Problem, sollte dies passend untersucht und behoben werden. Behandeln Sie den Geruch nicht als reine Stilfrage.

Das ist für Verkäufer und Interessenten relevant. Ein Geruch beweist für sich allein kein Problem. Er kann aber ein nachvollziehbarer Anlass sein, genauer hinzusehen und Fragen zu stellen.

Bereiten Sie eine klare, ruhige Besichtigung vor

Eine gute Vorbereitung ist meist eine unaufdringliche Vorbereitung.

  • Entfernen Sie Abfall und Essensreste, bevor Besucher kommen.
  • Waschen Sie Textilien, die Gerüche festhalten können, etwa Decken, Tierkörbe und wenn möglich Vorhänge.
  • Leeren Sie Abfalleimer in Küche und Bad.
  • Lüften Sie nur, wenn Wetter, Sicherheit und Immobilie dies erlauben.
  • Halten Sie Küche, Bad und Hauswirtschaftsraum besonders sauber.
  • Verbergen Sie keinen Mangel mit Reinigungsmitteln oder Duft. Antworten Sie korrekt, wenn Sie gefragt werden.

Das Ziel ist kein geruchloser Ausstellungsraum. Es ist eine Immobilie, die ohne vermeidbare Ablenkung erlebt werden kann.

Wenn Sie Raumduft wählen, halten Sie ihn optional

Manche Gastgeber empfinden einen leichten Raumduft als willkommen. Das kann eine persönliche Gastgeberentscheidung sein, nachdem der Raum sauber ist und die Ursache eines unangenehmen Geruchs behandelt wurde. Der Duft sollte dezent, zeitlich begrenzt und leicht abzuschalten sein.

Verwenden Sie nur einen Duft. Lassen Sie nicht jeden Raum duften und erzeugen Sie keine Duftspur durch das Haus. Beginnen Sie mit der niedrigsten praktischen Intensität, nutzen Sie den Duft nur kurz und schalten Sie ihn aus, wenn der Raum bereits deutlich duftet. Starke oder konkurrierende Düfte können unangenehm sein und verständlicherweise die Frage auslösen, was sie verbergen sollen.

Es gibt keine universell beste Duftnote für eine Besichtigung. Vorlieben sind verschieden, und manche Menschen bevorzugen keinen zusätzlichen Duft. Bieten Sie deshalb eine duftfreie Besichtigung an, wenn jemand dies wünscht oder empfindlich auf Duft reagiert.

Halten Sie Küche und Bad ehrlich

Diese Räume werden oft besonders genau angesehen. Zünden Sie kurz vor einem Termin keine Duftkerze an und sprühen Sie während einer Besichtigung keinen Raumduft. Ein sauberes Handtuch, ein leerer Abfalleimer und eine trockene, aufgeräumte Arbeitsfläche leisten mehr als ein starker Duft.

Hat ein Bad wiederkehrenden Abflussgeruch oder hat die Küche einen anhaltenden Geruch von Abfall oder Geräten? Lösen Sie dieses praktische Problem, bevor Sie einen letzten Akzent setzen. Gleiches gilt für Keller, Dachboden oder Hauswirtschaftsraum mit muffigem Geruch.

Eine respektvolle Regel für Makler und Gastgeber

Nutzen Sie Duft nicht als Verkaufstaktik. Behaupten Sie nicht, dass Duft das Urteil eines Käufers verändert, eine Immobilie größer wirken lässt oder die Chance auf ein Angebot erhöht. Das sind Ergebnisversprechen, keine verlässlichen Vorbereitungshinweise.

Machen Sie den Termin lieber einfach: Geben Sie Zeit, halten Sie Informationen bereit, lassen Sie Interessenten bei Bedarf Schränke oder Räume ansehen und beantworten Sie Fragen offen. Eine gepflegte Immobilie, die klar beurteilt werden kann, gibt Besuchern Raum für ihr eigenes Urteil.

Eine letzte Checkliste

Fragen Sie vor der Besichtigung:

  1. Haben wir die Ursache eines unangenehmen Geruchs behandelt?
  2. Ist die Immobilie sauber und sicher zu besichtigen?
  3. Können Besucher die Räume ohne starken Duft erleben?
  4. Können wir einen möglichen Duft sofort ausschalten?
  5. Sind wir bereit, Fragen offen zu beantworten?

Wenn die Antwort ja lautet, ist ein leichter Raumduft optional. Die Immobilie sollte für sich selbst sprechen.

Your Questions, Answered.

Sollte ich einen muffigen Geruch vor einer Besichtigung überdecken?

Nein. Ein muffiger Geruch kann Anlass sein, Feuchtigkeit, Schimmel oder eine andere Ursache zu untersuchen. Beheben Sie die Ursache, statt den Geruch zu überdecken.

Gibt es einen Duft, der beim Verkauf einer Immobilie hilft?

Nein. Für dieses Versprechen gibt es keine verlässliche Grundlage. Verwenden Sie Duft höchstens als zurückhaltende, optionale Gastgeberentscheidung.

Was ist bei empfindlichen Besuchern sinnvoll?

Schalten Sie den Duft aus, lüften Sie wenn praktisch möglich und bieten Sie eine duftfreie Besichtigung an.

Kann ich bei einer Besichtigung einen Diffuser verwenden?

Nur nachdem der Raum sauber ist und Geruchsquellen behandelt wurden. Wählen Sie einen dezenten Duft, nutzen Sie ihn kurz und stellen Sie sicher, dass er sofort ausgeschaltet werden kann.

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